Ein bissle Bio, bitte!

Hallo meine Lieben,
Ihr macht mich echt fertig... schwupps sind da schon wieder so viele liebe neue Gesichter. Ich bin total begeistert und freu mich wirklich von Herzen, dass Ihr hier seid. Danke! *knutsch*

Ist das bei Euch eigentlich auch plötzlich so kühl, grau und düster draussen. Ich hab mir heute morgen als ich den ersten Schritt vor die Tür gemacht habe... fast den Arsch abgefroren. Mein lieber Scholli. Wat war das denn bitte. Das geht gar nicht. Das hab ich nicht bestellt und möchte das gerne zurückgeben. Hallo? Kann das bitte jemand abholen kommen...

Hier stürmt das ordentlich und der Herbst zeigt sich nicht unbedingt von seiner besten Seite. Ich habe ja sogar schon bei der lieben Caty echten Schnee gesehen. Und der ist nicht von Anfang diesen Jahres. Nein. Topaktuell von dieser Woche. Aprilscherz, Fotomontage und Co. konnte ich auch schon ausschliessen. Unfassbar, oder? Der Winter scheint mit großen Schritten auf uns los zu stürmen. Sieht fast so aus, als ob nicht nur der Frühling kürzer tritt, sondern auch noch der Herbst. *schnief* Ich glaub das will ich nicht... Mir wäre lieber, wenn der Winter sich etwas zurücknehmen würde und uns nen bissel mehr von den anderen Jahreszeiten überlässt. Mmmmhhh... sieht momentan nicht so aus, als ob der Deal ankommen würde.




Und wie krieg ich jetzt die Kurve zu meinem eigentlichen Thema? *amkopfkratz* Ich fürchte gar nicht. Denn eigentlich wollte ich mal nen Thema auf den Tisch bringen, dass mich mittlerweile schon eine ganze Weile beschäftigt und mich auch immer mehr umtreibt. Früher hab ich mir da kaum Gedanken zu gemacht, aber heute... Heute kann man glaube ich nicht mehr die Augen verschliessen und muss sich bewusst sein, was man will. Und welchen Weg man für sich in dieser Hinsicht einschlägt. Jeder hat andere Beweggründe sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Mich würde interessieren, wie ihr zu dem Thema steht und wie ihr in dieser Hinsicht lebt. Welchen Weg habt ihr für Euch gewählt und warum?

Wie steht Ihr zum Thema Bio? Was haltet Ihr davon? Glaubt Ihr daran? Wie und wo setzt Ihr das ganz klar um? Und wo nicht? Was sind Eure Beweggründe?

Ich habe die letzten Wochen sehr viel gesehen und die ganzen Eindrücke muss ich jetzt einfach hier mal verarbeiten...




Ich persönlich habe mir eine ganze Weile keine Gedanken dazu gemacht und einfach gekauft, was mich angesprochen hat. Ich muss gestehen ich bin ein absoluter Verpackungsjunkie. Was gut aussieht und mich anspricht, wird gekauft. Egal welche Firma und was da drin ist.

Mittlerweile habe ich mich mehr mit dem Thema befasst und vor allem der Küchenchef. Bei uns kommen hauptsächlich nur noch regionale Produkte auf den Tisch und er prüft beim Einkaufen ganz genau was in den Einkaufswagen kommt und was nicht. Die Zutaten werden auf den Prüfstand gestellt und die Herkunft rückt mehr und mehr in den Vordergrund. Vor ein paar Wochen waren wir mit Freunden auf der Bio-Landpartie und haben einen Hof in der Nähe besucht und uns einen direkten Einblick verschafft. Wie werden die Tiere gehalten? Geht es ihnen gut? Haben sie ein schönes Leben? Was bekommen sie zu Essen?




Genau so interessiert es uns immer mehr, wo unser Gemüse her kommt und wie es in seiner Entwicklungsphase behandelt wurde. Man ist bereit mehr Geld auszugeben, um eine ordentliche Qualität zu erhalten. Es steht plötzlich nicht mehr die Masse im Vordergrund, sondern einfach die Qualität und der Genuss.

Wir haben schon einige interessante Filme gesehen und diese Bilder haben sich unlöschbar in meinen Kopf eingebrannt und ich bin total geschockt, wie sehr die Industrie die Verbraucher täuscht und auch bewusst im Dunkeln hält. Wo soll das nur noch hinführen? Warum sind die bösen und oftmals ungesunden Lebensmittel so günstig im Vergleich zu den Guten? Soll nicht jeder die Möglichkeit haben sich gesund zu ernähren? Wie viele Familien wohl nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern einfach aufgrund der Kosten gezwungen sind Fastfood und Massenprodukte zu verzehren. Das macht mich traurig, aber zugleich auch wütend.




Eigentlich müsste doch der Käufer den Weg ebnen können und vorgeben können, wohin die Reise geht, aber durch diese Preisdumpings hab ich das Gefühl, dass man bewusst manipuliert wird. Die Masse machst und die kann sich nur durchsetzen, wenn sie günstig produziert wird. Mit Mitteln und Wegen, die man versucht im Dunkeln zu halten.

Vor einer Woche habe ich eine interessante Reportage zum Thema Kaffee gesehen...

Am Ende sass ich da sprachlos und konnte das Gesehene kaum glauben. Geschweige denn verarbeiten. Ist das die Raelität? Und man selbst empfindet den heutigen Kaffeepreis noch als zu teuer. Wahnsinn, oder? Ist das nicht ein komisches System in dem wir leben?




Und ich bin ja auch ein Schokoladenmonster... aber auch hier hat mich schockiert, wie die Kakaobohnen geerntet werden. Hier laufen kleine Kinder mit riesigen scharfen Macheten rum und ernten diese Bohnen. Damit daraus Schokolade gewonnen werden kann, die wir essen. Diese Kinder werden sogar verschleppt, um auf den Plantagen zu arbeiten. Die Kleinen haben keine Kindheit und auf diese Art und Weise auch keine Zukunft.. wo soll das noch alles hinführen? Ich bin erschüttert. Aber was kann man tun, damit das alles ein Ende nimmt. Ich habe das Gefühl man ist in diesen undurchsichtigen Netzen gefangen. Aber jeder kann seinen Beitrag leisten! Und versuchen seine Kraft richtig einzusetzen. Zu gucken, was er da kauft und sich einfach des öfteren Gedanken machen, was er da in seinen Einkaufswagen legt.


 

Ich weiss das stellt viele Familie vor eine unlösbare Aufgabe - auch ich war in der vergangenen Woche geschockt... Wir waren in einem Bioladen und haben dort einfach mal unbewusst die eine oder andere Stunde verbracht, um uns durch die Gänge zu arbeiten und einzukaufen. Ein ganz komisches Gefühl, denn die Produkte kommen einem so gut, wie gar nicht bekannt vor. Alles wirkt fremd und vor allem die Verpackungen so unattraktiv. ;) Gar nicht so bunt und einladend. Das war für mich wirklich schwierig den Einkaufswagen mit Nahrungsmitteln zu füllen. Es war eine große Überwindung nicht nach dem sonstigen Mustern vorgehen zu können, die man jahrelang präzisiert hat. Es war teuer, aber die Qualität überzeugt einfach und ich war überrascht, wie viele Menschen es in diesen Laden gezogen hat. Vor allem auch viele junge Menschen. Es scheint ein Umdenken zu geben.




Man nimmt Nahrung wieder bewusster wahr und sieht es nicht als alltägliches Muss. Man geniesst die Produkte intensiver und lernt plötzlich den ursprünglichen Geschmack kennen, die man so nicht kennt. Schon schräg, oder? Was für eine verkehrte Welt. Da wurde man unbewusst auf unnatürliche Geschmacksaromen trainiert.




Meine Lieben. Ich hatte das Bedürfnis dieses Thema mal anzusprechen und ich hoffe ihr habt Lust mir mal von Euch zu erzählen. Ich halte es persönlich für ein wichtiges Thema. Wir müssen einfach wieder bewusster essen und leben - auch unseren Kindern zuliebe. Ansonsten wird es in ein paar Jahrzehnten wohl noch schlimmer sein, als wir es heute erahnen können. Jeder sollte seinen Beitrag leisten. Das was in seinen Möglichkeiten steht. Man sollte die Augen vor dem was passiert nicht verschliessen. Einer muss anfangen! Wir haben angefangen! Ich hoffe, dass am Ende die Guten siegen.


Ich wünsch Euch einen schönen Abend,

Kommentare:

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  2. Liebe Miri,
    gute und sehr wichtige Gedanken hast du uns da geschrieben.
    Früher hab ich auch alles in mich hineingestopft ohne großartig darüber nachgedacht zu haben. Seit meiner Fructoseintoleranz , Lactoseintoleranz und sämtliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten geht das gar nicht mehr .Ich muss mich jedem Lebensmittel auseinandersetzen und jede Zutatenliste lesen.
    Wichtiger als BIO ist mir persönlich, dass ich weiß woher die Produkte stammen. Also quasi die Milchprodukte und das Fleisch vom Bauern im Ort, oder das Gemüse und das Obst ebenfalls vom Bauern im Ort...
    Wichtig ist mir also REGIONAL und SAISONAL zu kochen.
    Was bringt mir Bio wenn es aus dem Ausland kommt? Wenn der Weg bis zu uns meilenweit war? Davon halte ich persönlich gar nichts.
    Das ist meine ganz persönliche Meinung dazu.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass wir zu umdenken beginnen.

    Ich gehe auch gerne mal in die Bioläden....Wir sind zu zweit, da kann man sich das hin und wieder leisten.
    Aber kann sich eine Familie mit 3 Kindern das leisten?
    Unlängst war ein Bericht im Fernsehen....Fast unmöglich...Diese Familie war sozusagen "Otto Normal Vebraucher".....

    Alles Liebe
    Deine Tina

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  3. Natürlich kann man nicht alles Regional kaufen.....
    Bei solchen Lebensmitteln achte ich dann auf die Zutatenliste und wenn zu viele Geschmacksverstärker oder ähnliches enthalten ist lasse ich es gut sein und suche eine Alternative mit weniger Geschmacksverstärkern oder so....

    Tina
    die heute echt viel Müll schreibt :-)

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  4. Hmm interessantes Thema.
    Aber wir haben in Deutschland eh nur noch eine Zweiklassengesellschaft! Und die eine Klasse kann sich den Luxus erlauben sich darüber Gedanken zu machen ... die andere muss sehen wo sie bleibt. Und mit 900 Euro für ne Durchschnittsfamilie mit Kindern kommst Du selbst bei den billigen Sachen nicht wirklich zurecht. Haste mal gesehen wieviele Haushalte dieses Jahr ire Strom und Gasrechnungen nicht bezahlen konnten wegen dem langen Winter? Und dann geh mal zum Bauern um die Ecke ... sieht der so aus als könnte er seine Rechnungen nicht zahlen?
    Also hier können die sich sogar mal eben neue Maschinen kaufen und noch ein neues Haus hinstellen. Cash bezahlt versteht sich!
    Ne ich denke da läuft nicht nur bei bio und essen was falsch sondern ganz gehörig in der Politik!
    Frisch vom Feld schmeckts definitiv am Besten.
    Bin gespannt was hier noch für Meinungen kommen.
    Liebe Grüße
    Ivi

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  5. Liebe Miri,
    mir ist es schon wichtig, was ich meiner Familie "vorsetze".Ich bin für die Ernährung verantwortlich und kaufe auch relativ
    bewusst ein.Ich muss gestehen, in einem Bioladen war ich erst einmal in meinem Leben (und nie wieder).Ich kaufe Bio-
    Produkte von diversen Discountern, regionale Produkte, aber natürlich auch mal Dinge, wie z.B. Pommes oder dergleichen,
    die dann nicht so gesund sind.Fleisch kaufe ich nur beim "Schlachter meines Vertrauens", da könnte man sich theoretisch
    ansehen, wo es her kommt und vor allen Dingen für mich extrem wichtig, wie die Tiere gehalten werden.Man erschreckt sich
    aber wirklich, wenn man sieht, dass kleine Kinder ausgebeutet werden als sogenannte Erntehelfer.Das geht gar nicht.Also
    mein Fazit ist:Augen auf, achtet genau darauf was ihr einkauft und man kann dabei aber auch auf den Preis achten.Wer
    selbst, also ich meine frisch kocht, der spart eine Menge Geld, das ist nur den meisten Leuten gar nicht bewusst.Es lohnt
    sich auch mal bei den Bauern nachzufragen, welche Produkte sie verkaufen, denn Eier, Kartoffeln und Co. bekommt man
    dort meist recht günstig.Ich wünsche Dir und Deinem Küchenchef ein schönes Wochenende.Liebe Grüße.Christina

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  6. Liebe Miriam,
    von Schnee habe ich heute auch schon viel gehört, jedoch zum Glück nicht bei uns, da war es tatsächlich so schön, dass ich ohne Jacke draußen herum springen konnte. Zum Thema Bio (ein heikles Thema bei vielen) kann man reden (bzw schreiben) ohne Ende. Wo fängt Bio an, wo hört es auf? An 100% Bio glaube ich eh nicht - geht nicht. Dann sollte einem auch bewusst sein, dass man kein Obst mehr kaufen darf, dass aus anderen Ländern kommt - ist eine Menge. Und weil Du Kaffee ansprichst. Das ist mit Orangensaft das gleiche Problem, deswegen gibt es im Augenblick viel Stress darum. Bei Fleisch ist gewiss auch nicht alles Bio, denn wenn ein Bauer eine Mutterkuh aus (übertrieben) Timbuktu kauft und dann ein Kalb von dieser Mutterkuh erwartet, kann man es noch so gut füttern, das Kalb ist meiner Meinung nach trotzdem nicht Bio. Dann herrscht sowieso das Problem, dass es sich die Mehrzahl einfach nicht leisten kann, oder nicht an reine Bioware (gute Auswahl, Vielfalt) herankommt (ich müsste dafür z.B ewig weit fahren) und würde ganz Deutschland auf Bio umsteigen wollen, wäre das schon einmal gar nicht möglich, da es an der Menge fehlen würde. Ich persönlich kaufe inzwischen schon viel Bio, würde dafür aber nicht zig Kilometer fahren, um alles abdecken zu können. Bio bedeutet für mich übrigens auch einen sehr großen Verzicht von Dingen die ich einfach liebe.

    Ganz viele liebe Grüße, Lill

    PS: Es ist meine ganz persönliche Meinung und ich möchte NIEMAND Angreifen oder von meinem Denken überzeugen. Jeder muss es für sich alleine, oder seine Familie entscheiden ;o)

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  7. Hallo Miriam
    finde ich gut, dass ihr euch intensiver mit dem Thema beschaftigt. Ich denke aus wir sollten verantwortungsvoller mit der Umwelt umgehen! Bei uns gibt es zwar keinen Bioladen aber ich greife im Supermarkt immer öfter zu den Bioprodukten und wir essen nur noch Eier von glücklichen Hühnern!
    LG Astrid

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  8. Hallo Miriam,
    ich weiß ganz gut was du meinst und viele essen heute nur noch Schrott. Für mich selbst ist Bio nur halb ein Thema. Ich bin auf einem konventionellen Bauernhof aufgewachsen und weiß daher dass auch NICHT-Bio-Produkte häufig theoretisch doch Bio sind, sich nur nicht so nennen dürfen, weil der Erwerb des entsprechenden Siegels mit Kosten und Mühen verbunden ist.
    Aber wenn auf dem elterlichen Hof 3-Generationen-alte Apfelbäume stehen, die nie gespritzt oder gedüngt wurden, sind die Äpfel ja vielleicht noch besser als die mit dem Siegel eines Biobetriebes, der in der Nähe einer Autobahn seinen Sitz hat.
    Mit anderen Worten: Bio muss es für mich nicht unbedingt sein, darf es aber. Wichtiger ist mir da eher die regionale Komponente, die du auch schon angesprochen hast. Auf industrielle Lebensmittel verzichte auch trotzdem nicht ganz, auch wenn ich gelegentlich schon mal schaue, was drin ist.
    Gerade heute übrigens habe ich mir von einem Besuch bei meinen Eltern Eier und Äpfel mitgenommen. Und die schmecken echt anders als die aus dem Supermarkt :-)
    LG!

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  9. Hallo liebe Miriam!
    Ich habe angefangen mich vor bald 4 Jahren,als ich schwanger würde, mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Dann als meine Tochter da war, wurde das Thema mir und meinem Kind etwas gutes zu tun, noch wichtiger! Heute ernähren wir uns hauptsächlich Bio und mit regionalen Produkten, kaufe gerne auf dem Markt ein. Mittlerweile gehe ich nicht so gerne in einen "normalen" Supermarkt, da ich mich dort nicht mehr so zurecht finde! :-)))) Unsere Umwelt versteht uns nicht, meine Mutter meint sogar, daß ich auch so groß geworden bin, ABER warum gibt es denn heute so viele Allergien etc. gegen Lebensmittel?
    Bis bald,
    alles Liebe
    Tanja

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  10. P.S. Wir sind keineswegs reich und haben Geld im Überfluß, aber auch biosupermärkte haben Angebote und mit leckeren Eintöpfen und Aufläufen kann man auch eine Menge sparen!

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  11. Hallo Miriam,
    das ist ein schwieriges Thema, wo anfangen und wo aufhören? Bei der Schweinemast, den Bio-Eiern, dem Genmais usw.?
    Ich bin da auch etwas ratlos, schwieriges Thema und eine Problematik die sich nicht so einfach lösen läßt.
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  12. Mensch Miri,
    ...da hast ja was in Gang gesetzt...sensibles Thema, gel! Sagen wir mal so...ich finde es echt übel, das wir oft von der Industrie so irre geführt werden und das doch leider so viel Mist produziert wird in der Lebensmittelbranche. Mittlerweile kenne ich mich auch nicht mehr aus, was ist gut und was nicht. Habe auch nicht die Zeit, vom Wissen ganz abgesehen, mir im Supermarkt jede Verpackung anzuschauen! Dann wiederum liest du in Zeitschriften:"Bio ist nicht gleich Bio!" Ja und jetzt?!? Und doch ja, ich kaufe auch Bio, so weit es geht. Aber noch lieber sind mir einfach regionale Produkte! Ach und nun könnte ich mich echt auslassen zu dem Thema...tue es dir aber nicht an;-)
    Nur eins noch...iss wozu du Freude hast, mach es dir schön dabei! Ein gut zubereiteter Schweinebraten (Herkunft unbekannt) am Sonntag im Kreise der Familie oder unter Freunden kann doch nur gesünder sein...als...ach du weißt schon,gel!!!
    GGGGLG Caty

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  13. Hi Miri ... schweres Thema am späten Abend, obwohl es ja morgen früh nicht anders ist.
    Ich schließe mich mal der Heidi und der Ivi an. Viele haben nicht die Wahl darüber zu entscheiden,
    selbst wenn sie es wollten.
    Früher war es mal nur das Fleisch, da konnte man noch umschwenken, nach anderen Möglichkeiten schauen. Aber inzwischen ist doch alles in Frage gestellt .... Gemüse,Eier,Früchte,Milch,Getreideprodukte, Kaffee,sogar Schokolade usw. ... wer kann sich schon bei jedem einzelnen Produkt Gedanken machen und hat dann noch das nötige "Kleingeld".
    Wir essen sehr wenig Fleich ... dafür gerne Fisch (geht ja nicht bedenkenlos ... , darum nur mit MSC-Siegel und schockgefrostet) und unsere Eier legen die zufriedenen Hühner meiner Kollegin.
    Ich war noch nie in einem Bio-Laden und bin da auch skeptisch.... vielleicht auch zu bequem.
    Und ich gestehe ... ich liebe die bunten Verpackungen noch immer (obwohl ich es unmöglich finde, wie viele "Gelbe Säcke"
    wir zwei "produzieren)
    Liebste Grüße & ein schönes Wochenende♥ wünscht
    Katja

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  14. Liebe Miri,

    ich weiss bald gar nicht mehr was ich wo kaufen soll denn selbst wo Bio drauf steht ist noch ne Menge Hintergrundwissen nötig! Interessant finde ich z. B. eine Sendung von Björn Freitag wo er bei verschiedenen Lebensmitteln zurückverfolgt wo sie herkommen und was dahinter steckt. Schlimm, was da auch bei "Bio" zu Tage kommt.

    Wir kaufen auch oft auf dem Markt, Bio-Hof oder beim Fleischer unsers Vertrauens, aber ganz ehrlich ... 19€ für ein Hühnchen vom Bio-Hof kann und will ich irgendwo auch nicht ausgeben... traurig aber wahr ... ganz schwieriges Thema, da einem als Vebraucher irgendwie NIE die komplette Durchsicht gegeben wird.

    Da lob ich mir doch die Monster-Zucchini von Tante Irmgard aus'm Garten! Tante Irmgard geht wohl auf die 90 zu und ist eine Nachbarin meiner Eltern, die hatten bis vor ein paar Jahren noch einen richtigen, großen Nutzgarten der nicht nur sie und ihre Familie sondern auch uns noch mitversorgt hat - zumindest was Obst und Gemüse anbetrifft. Zucchini, Salat und Mangold gibt es dort bis heute ...

    Äpfel nehm ich von Streuobst-Wiesen hier mit, da weiss ich auch das das ganze Jahr über nicht gespritzt wurde, denn ich geh mehrmals täglich dran vorbei. Kürbisse & Kohl genauso.

    Am Besten wäre selber anbauen, aber bei 355qm Grundstück ein Ding der Unmöglichkeit :-(

    LG,
    kroetinchen

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  15. liebe miri, ich finde deinen post ganz toll, gut das du dich mit dem thema befasst! bei uns ist es so, ich komme aus österreich und wir haben eigentlich immer schon regional eingekauft(= jahreszeitgerecht) und von meiner mutter habe ich vieles übernommen, sie war veganerin und hat in meiner kindheit (also in den 80ern) viel mit getreide und hülsenfrüchten u nd so gekocht, sie war aber keine abgemagerte *körndlfresserin* :)
    ich bin eigentlich von kindheit an vegetarieren gewesen, erst seit 3 jahren lebe ich vegan und ich sage dir, ich frage mich, warum nicht früher! mein sohn darf entscheiden was er ist, allerdings stellt sich die bio-frage uns nicht, mein mann hat einen kleinen BIO-weinladen, und wir kaufen eigentlich nur bio und samstags immer auf dem wochenmarkt.
    leider finde ich, das es in der heutigen zeit wirklich nötig ist, darüber zumindest NACHZUDENKEN und sich BEWUSST für seinen weg zu entscheiden, leider machen das immer noch zuwenige"
    vielen dank für den post nochmal und liebe grüße aus potsdam ;)
    sylvie
    (und jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, das mit der verpackung kenne ich nur zu gut, es gibt mittlerweile aber auch schon wunderhübsches im bioladen )

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  16. Liebe Miriam - eben bin ich auf Deinen Post gestossen und ich finde ihn TOLL ! Wir stellen uns die Frage schon sehr lange und staunen auch nicht mehr über den Beschiss der Industrie. Gleich zu Anfang: bei Lebensmitteln wurde schon immer beschupst und gepanscht. War mir auch nicht so bewusst, aber es ist wirklich so. Das ist keine neue Erfindung der Industrie. Hat aber auch einen Grund JEDER will ALLES essen und JEDER will ALLES zu JEDER Jahreszeit kaufen können - ich denke da nur an Flugmangos oder Flugtomaten. Wie irre ist das denn? Wenn hier keine Mangos wachsen, kann ich keine essen - wenn es nicht die Jahreszeit ist, dann kann ich keine Tomaten kaufen. OK, so konsequent bin ich auch nicht - aber eigentlich ist es an der Zeit, so zu denken und zu handeln! Und schon immer war es eigentlich so, dass sich nicht jeder alles leisten konnte. Das will für mich nicht heissen, dass jemand hungern soll. Jetzt kommt aber das grosse ABER - es muss nicht jeden Tag Fleisch auf den Teller z.B. - und wenn Fleisch, dann reicht es auch in Maßen. Ein paar gekochte Eier auf Brot sind auch lecker - ein Quark mit ein paar Kräutern ist auch lecker und sehr günstig. Ein paar Kräutertöpfe kann auch jemand auf der Fensterbank ziehen, der wenig Geld hat. Es ist m.M.n. nur ein Umdenken nötig. Und man muss vielleicht auch ein wenig seine eigene Bequemlichkeit aufgeben - klar ist es einfacher den fertig angerührten Quark zu kaufen - aber ich will nicht wissen, was da wirklich alles drin ist. Hohl ich meine eigenen Kräuter und zerkleinere ich sie, da riechen / duften sie schon ganz anders. Der Quark wird zu einem Erlebnis aller Sinne.
    Wir leben hier auf dem Land - da ist vieles automatisch bio und kostet auch nur wenig mehr, als das Qäulfleisch aus dem Supermarkt - und ich weiss, was die Tiere essen.
    Und zu Deinem Kaffeethema: ich kann mich gut erinnern, als ich klein war, hat meine Mutter den Kaffee in Mengen gekauft, wenn er im Angebot war. Immer um die 10 DM damals - heute kostet ein Pfund Kaffee um die 4 Euro - wo ist da 40 Jahre später noch das Verhältnis - selbst wenn ich heute ein Kilo Bio-Espresso-Bohnen kaufe, kosten die um die 13 Euro - das kann kein fairer Preis sein.
    Oder auch Hühnereier haben vor 40 Jahren beim Bauern 20 Pfennige gekostet - heute bekomme ich 10 Eier von geqäulten Hühnern für 99 cent.
    Wir sind eines der Länder in Europa, die am wenigsten für Essen ausgeben und jammern immernoch. Da geht mir der Hut hoch.
    Aber viel Bio machen wir glaube ich auch (positiv) unbewusst: wenn wir aus einem alten Bauernlaken uns schöne "neue" Kissen nähen, wenn wir uns einen alten Hocker vom Flohmarkt holen und ihn in unsere Einrichtung heute integrieren - dann ist das auch eine Form von Bio / Recycling - das finde ich toll und richtig!
    Danke, dass Du das Thema aufgegriffen hast!
    Liebe Grüße
    Jacqui

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  17. p.s. mir ist da noch was eingefallen, was mich echt ärgert zu dem Them: Ja, viele Familien haben wenig Geld - besonders auch in unserer Gegend. ABER viel Zeit. UND es gibt in unserer Gegend sehr viele Alleen mit Obstbäumen, die jeder abernten darf. Komisch, dass aber gerade die Familien, die wenig Geld haben, die gespritzten Genäpfel im Supermarkt kaufen und sich nicht ihre Kinder schnappen, einen Spaziergang machen und sich gleich noch ein paar frische ungespritzte Äpfel, Birnen oder Pflaumen zumindest jetzt, wo sie reifen, mit nach Hause nehmen. Das ist mir unbegreiflich!

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    1. Der Gedanke ist supergut und ganz wichtig!!!! Ich lebe in einer Kleinstadt, die umgeben von Wäldern und eben auch vielen Streuobstwiesen ist. Gerne gehe ich mit meinen Kindern zum Sammeln von Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Die sind nicht nur Bio, sondern auch noch Regional und Saisonal.......das kann mir kein Biolabel dieser Welt bieten.

      Ganz liebe Grüße
      Bianca

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  18. Hallo liebe Miri,
    da hast Du ja ein Thema aufgegriffen....:-) Seitdem ich Kinder habe setze ich mich mit dem Thema "Ernährung" auch auseinander. Vorher hatte ich auch einmal die Phase "je ungesünder je besser", aus dem Grund dass es bei uns zuhause NUR gesund und aus dem Garten gab...(Bauernhof halt). Frag mich mal wie ich das mit 10 oder 16 fand...bei uns gab es NIE Pommes. Wenig Süßigkeiten.....aus heutiger Sicht hat meine Mama alles richtig gemacht. Wir hatten die Milch frisch von der Kuh und das Gemüse aus dem Garten. Geschlachtet haben wir selber. Und heute??? Meine Mutter und mein Stiefvater betreiben die Landwirtschaft aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr. Und jetzt? Muss ich meine Produkte kaufen. Ich kaufe Fleisch meistens beim Metzger meines Vertrauens (kein Bio-Metzger). Ich kaufe mein Obst und Gemüse meistens auf dem Wochenmarkt. Oder nehme mir im Herbst welches von Mama mit. Ich kaufe aber auch mal im Supermarkt (dann regional oder bio), und auch mal ungesund (Wackelpudding z.B.). Ich achte einfach drauf und orientiere mich. Aber es gibt z.B. auch Gummibärchen bei uns. Ich denke eine ausgewogene Ernährung ist einfach wichtig (dazu gehört für mich auch mal Pomps zu machen). Und ich denke die meisten, die es sich leisten können, machen es genauso.
    Aber dann gibt es halt die andere Seite: wieviele Familien müssen mit wenig Geld auskommen? Guck Dir mal die Mieten hier in Köln an, dazu Strom etc. Und dann noch Bio?? Das ist bei vielen einfach nicht drin. Ich arbeite im sozialen Bereich, glaube mir, da wissen viele Menschen gar nicht, wie sie überhaupt den Kühlschrank füllen können.
    Von daher, wie gesagt, ein ganz schwieriges Thema.
    Aber schön, dass man immer wieder drüber spricht, nur so ändert sich was! Und glaube mir, mir als Bauernhof-Kind ist der Unterschied von Geschmack und Inhalt SEHR bewusst (alleine die MILCH!!!!!).
    Ein schöne Wochenende, lg und guten Appetit, Diana :-)

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  19. Liebe Miriam,
    ja,ein sehr schwieriges Thema.Aber gut,daß du es mal ansprichst.
    Also wir freuen uns jedes Jahr über den selbst gezogenen Salat,Gurken und Tomaten von meinem Vater.Da merkt man auch den Unterschied vom Geschmack.Genauso bei den Äpfeln von einer einheimischen Apfelplantage oder den Pflaumen vom Nachbarn.
    Seitdem ich ein Kind habe,mache ich mir darüber auch mehr Gedanken,aber auch wir müssen eben aufs Geld schauen....
    Hab ein schönes Wochenende!
    Sei lieb gegrüßt,
    Kristin

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  20. Wunderschöne Impressionen! Den Schaukelstuhl finde ich ganz besonders famos!

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  21. Hey, bin zum ersten Mal hier... - auf den ersten Klick haben mir natürlich deine Bilder gefallen. Da hast du ja wunderbare Sachen gesammelt, bin auch ein totaler Nostalgiefreak.
    Und dann der Text, deine Gedanken zu Ernährung, Vermarktung, Fairtrade, Manipulation... - wow! Ganz wichtiges Thema, zu dem einfach nicht genug gesagt werden kann. Aber man muss eben auch tun, alles andere wäre inkonsequent.
    Guter Text, aber ich hätte ihn fast nicht gelesen, weil die Bilder irgendwie gar nicht auf das Thema hindeuten...

    Liebe Grüße
    Christiane

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  22. Genau, habe ich gestern ganz vergessen .... der Schaukelstuhl ist toll geworden .... er war doch grün als du ihn uns gezeigt hast, oder??
    Ich musste unbedingt noch die Kommentare der anderen Mädels lesen.
    Liebe Grüße Katja

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  23. Superschöner Blog! Ich liebe Blumen und alles weiße :D

    Love, T ♥
    http://voyagevoyagelamonde.blogspot.de/

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  24. Hallo Miri!
    Oh, da haste aber ein Thema zu fassen bekommen!
    Ich sehe das ganz genauso und bin auch immer total geschockt, wenn ich die Berichte im Fernsehen sehe! Und Du hast auch Recht damit, dass das aufhören muß! Aber wie Du schon sagst! Die meisten Leute haben einfach kein Geld für Bio! Und ganz normale Produkte werden auch schon immer teurer! Ich war letztens beim Bäcker und habe mir ein Körnerbrötchen gekauft und 50 Cent hingelegt und wartete darauf, das ich noch was wieder bekommen! Ja PUSTEKUCHEN! 52 Cent für ein Körnerbrötchen! Ja hallo! Wo soll das denn noch hinführen! Das ist (wenn man das mal umrechnet) 1 Mark! 1 Mark für ein Brötchen! Hammer! Früher haben die Dinger mal 10 Pfennig gekostet! Jaaa, ich weiß alles wird teurer und man soll nicht umrechnen! Aber Du weißt wie ich das meine, oder? Ich mag auch verschiedene Bioprodukte total gern und ich habe mir auch schon überlegt beim Biohandel eine Biokiste zu bestellen! Aber wenn die Preise weiter sooo steigen! Können auch wir uns das nicht mehr leisten! Eigentlich müßte sich auch das Eßverhalten ändern! Wir essen zum Beispiel zuviel Fleisch! Es gibt Familien, da gibt es jeden Tag Fleisch! Und dann muß man sich nicht wundern, wenn es Massentierhaltung gibt! Auch so ein Thema!

    Ach Miri! Das ist so ein komplexes Thema! Ich könnte Stunden darüber mit Dir reden!
    Aber ... wir fangen jetzt an bewußter zu leben, gell?
    Wir versuchen das zumindest! Es ist nicht immer leicht!

    Ganz liebe Grüße
    Kerstin

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    Antworten
    1. Ich noch mal (hi,hi)! Deine Bilder sind übrigens total schön!
      Gemütlich hast Du es Dir gemacht!!!!
      Hab ich ganz vergessen zu sagen :O)

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  25. Also ich muss Dir ganz ehrlich sagen es hat ja auch vor ein paar Wochen eine Doku gegeben zum Thema "Wieviel Bio ist in Bio ?" und es wurde ebenfalls mit den Landwirten gesprochen wieviel Bio die sich tatsächlich leisten können um ihren Hof und ihre Existenz am Leben zu erhalten. Also Bio ist nun wirklich nicht gleich Bio.
    Wir wohnen sehr ländlich haben also die Möglichkeit uns Äpfel, Birnen, Pflaumen etc bei anbietenden Höfen selber zu pflücken...kaufen auch nur Eier von persönlich bekannten Hühnern aber wenns dann wieder um die anderen Dinge des Lebens geht (wir sind bekennende Fleischfresser ) dann kann ich nicht nur den Metzger von um die Ecke besuchen denn das ist auch als Selbstständiger mit 2 pubertierenden Kindern einfach nicht zu bezahlen.
    Wir versuchen auch regional zu kaufen, ich gehe auch Freitags auf den Wochenmarkt ...oder kaufe im Herbst vom Landwirt nebenan Einkellerkartoffeln.....man kann schon einiges machen aber wenn man nicht die Möglichkeit hat Selbstversorger zu werden dann ist ein völlig bewußtes Leben und Einkaufen mit einem 4Personenhaushalt einfach finanziell nicht möglich.
    Ich denke auch das in unserer Poliktik grundlegend etwas schief läuft....und auch künstlich mit dieser von Ivi angesprochenen 2 Klassenpolitik unser Konsumleben künstlich am Leben erhalten wird.

    Liebe Grüße

    Anja und Anhang

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❀ Schön, dass Du da warst. ❀

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