Die Angst überwinden...

Hallo meine Lieben,
heute hab ich ein ernstes Thema im Gepäck mit dem ich mich jetzt bereits seit ein paar Wochen gedanklich intensiv beschäftige. Ich habe schon öfters darüber nachgedacht, aber bis jetzt hat mich meine Angst vor dem Unbekannten und mein Gedankenkarussel stets fest im Griff gehabt. Aber nun möchte ich meine Angst durchbrechen und meinen Beitrag leisten...

Ich höre und lese immer wieder, dass Menschen an der schweren Krankheit Blutkrebs erkranken. Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Mensch diese harte Diagnose. Diese Krankheit kann geheilt werden, wenn man einen genetischen Zwilling findet, der die passenden Stammzellen in sich trägt, um dieser Krankheit den Kampf anzusagen.





Aber diesen genetisch passenden Zwilling zu finden, ist nicht einfach und in der Regel ist der Faktor Zeit im Verlauf dieser Krankheit ein harter und uneinsichtiger Gegner. Daher ist es wichtig in solchen Situationen schnell reagieren zu können und jeder kann einen wertvollen Beitrag leisten. Man kann sich typisieren lassen und auf diesen Weise vielleicht einem Menschen das Leben retten.

Nur ein Drittel der Blutkrebspatienten finden einen passenden Spender innerhalb der Familie und jeder fünfte findet keinen passenden Spender. Diese Zahlen machen mich nachdenklich und stimmen mich traurig.

Ich würde lügen, wenn ich keine Angst hätte, dass irgendwann das Telefon klingelt und jemand meine Hilfe braucht. Aber würde ich zögern... Ich hoffe nicht, denn jeder hat ein Recht auf Leben und keine bösartige Krankheit sollte jemandem dieses Recht nehmen können. Keine! Trotzdem gibt es noch so vieles gegen das wir machtlos sind... aber hier besteht die Möglichkeit auf Heilung. Wir können Leben schenken, einem anderen Menschen direkt helfen... das ist unbezahlbar. Wir haben alle eine Verantwortung. Füreinander.





Seit ein paar Wochen hader ich mit mir selbst. Soll ich mich Typisieren lassen oder nicht. Ich geb zu, dass ich wirklich Angst davor habe, aber irgendwie ist der Wille und der Wunsch stärker, dass ich helfen kann. Man kann mit so wenig so viel bewirken. Und für jemanden da draussen kann es ein zweites Leben... ein zweiter Geburtstag sein.

Lasst uns gemeinsam den Blutkrebs besiegen! Jeder kann dabei unterstützen und einem Menschen vielleicht das Leben retten. Was für eine kostbare Aufgabe... auch wenn ich verstehen kann, dass man die Angst vor einer OP nicht einfach wegatmen kann. Ich kann das auch nicht und dieser Teil der Angst bleibt definitiv in mir und dagegen werde ich nichts machen können, aber der Wille und der Mut. Das Leben ist so unendlich kostbar und jeder sollte die Chance haben es so lange auszukosten ohne das eine heimtückische Krankheit die Reise des Lebens vorzeitig beendet. Vor allem dann nicht, wenn man etwas dagegen tun kann. Es gibt noch immer so unfassbar viele Krankheiten gegen die wir machtlos sind. Aber da wo wir helfen können, sollten wir das tun.





Ich habe mir ein Set zum Typisieren bestellt und werde meine Angst jetzt endlich überwinden. Ein Wattestäbchen kann Leben retten. Solltet Ihr auch nachdenklich geworden sein, dann könnt Ihr Euch direkt bei der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei informieren.

Alles Liebe,
 

Kommentare:

  1. Liebe Miriam,
    ein toller Post!
    Mein Mann und ich sind schon seit Jahren in der DKMS Datei. Erst einmal passten meine Werte für einen Kranken, leider kam es nicht mehr zu der Spende, da der Betroffene dafür nicht stabil genug war und es auch nicht mehr wurde...immer wieder muss ich an diesen unbekannten Menschen denken...so gern hätte ich geholfen.
    Man braucht wirklich keine Angst zu haben, denn die Spende kann mittlerweile auch OHNE OPerfolgen! Dafür wird aus dem Blut des Spenders das nötige Blutplasma (das war es glaub ich) heraus "gewaschen", welches dann dem Patienten zugeführt wird.
    Für den Spender ist das dann nicht viel anders als Blutspenden, nur dass es mehr als einmal erfolgen muss.
    Es gibt wirklich keinen Grund für Angst, es ist auch nicht so, dass man alle paar Monate "dran" wäre....wie gesagt, bei mir hat es in den ganzen Jahren (so etwa 10) erst EINMAL wirklich gepasst.
    Danke, dass Du dieses wichtige Thema ansprichst!
    Liebe Grüße
    Smilla

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    1. Übrigens: auf der Seite der DKMS kann man alles über beide Spendemöglichkeiten noch einmal genau durchlesen.
      Die können das auch viel besser erklären als ich! ;-)

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  2. Liebe Miriam,
    das sind gute Gedanken! Ich habe mich auch schon damit beschäftigt, aber auch meine Ängste dadurch kennengelernt und zögere ebenfalls ... vielleicht jetzt nicht mehr; denn du gibst den Anstoss, das Thema noch einmal im Inneren für mich selbst aufzugreifen! Danke dafür!
    Lieben Gruß, Lilli

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  3. Liebe Miri,
    ich bin auch schon seit ca. 10 Jahren registriert. Mein Vater war es viele Jahre und is nun aber zu alt, aber da er spezielle Merkmale hat, wurde nach weiteren Blutsverwandten gefragt und da stand für mich endgültig fest, dass ich mich typisieren lasse. Damals aber noch mit nem Röhrchen voll Blut ;-). Und damals hätte man auch noch das Knochenmark spenden müssen. Aber das war für mich nie eine Frage. Wenn ich damit, doch recht einfach, einem Menschen helfen kann, dann mach ich das. Und wie Smilla schon geschrieben hat, haben sich die Verfahren ja in den letzten Jahren doch auch sehr vereinfacht. Und bisher hat mein Blut (und das meines Vaters) noch nicht gepaßt.
    Aber schön, dass Du hier einen Anstoß gibst, mal darüber nachzudenken.
    LG Stephi

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  4. Liebe Miriam,
    ich habe ich registrieren lassen, als der Junge (damals 3) einer Freundin Blutkrebs
    hatte. Das war vor 13 Jahren. Zum Glück wurde damals ein Spender gefunden und
    so ist er heute ganz gesund. Zweimal hatte ich schon Kontakt mit der DKMS wegen
    der Spende, es wurde aber zweimal ein noch passenderer Spender gefunden. Zum
    Glück. Schön, dass Du dieses Thema ansprichst.
    Glg Christiane

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  5. TOLL! Dass du mitmachst und dass du es hier weitergibst! TOLL!
    Ich hab gleich mal geguckt - ich bin aber schon durchs Raster gefallen ...

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  6. Hallo Miriam,
    das Thema ist für mich momentan präsenter denn je.
    Mein Cousin ist an einer ganz seltenen Art der Leukämie erkrankt und sucht auch dringend einen Spender mit 57 Jahren. Ich komme leider nicht in Frage habe schon mit der DKMS telefoniert.
    Aber ich bin auch registriert. Ich glaube heutzutage braucht man selbst wenns mal 100% passen sollte und es zur Entnahme kommt keine Angst mehr haben. Sie müssen NICHT ans Rückenmark wie es früher der Fall war ....sie bohren ein klitze kleines Loch in den Beckenknochen um dort Stammzellen zu entnehmen wenn wie schon erwähnt überhaupt eine OP nötig sein sollte. Aber die Gewissheit das Leben eines Menschen retten zu können und sein ganzes Umfeld glücklich zu machen wäre mir auch diese OP wert.
    Ich bin ebenfalls registriert und ich finde es auch unglaublich wichtig.

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  7. Liebe Miriam,
    toll das du darüber schreibst!
    Ich bin schon seit ein paar Jahren bei der DMKS in der Spenderkartei und es wäre super, wenn das jeder machen würde, dann könnte man vielen vielen Menschen mir helfen!

    Ich fände es wichtig, dass mehr Aufklärung geleistet wird, WIE die Stammzellen entnommen werden, denn meist wird es einfach nur aus dem Blut genommen und nur sehr selten ist wirklich ein kleiner Eingriff notwendig. Ich denke dieses Unwissen oder gefährliche Halbwissen ist das, weswegen nicht mehr Menschen als Spender registriert sind!

    Liebe Grüße,
    Lolá

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  8. Hallo Miriam,
    schön das Du über das Thema schreibst und dazu ermutigst.
    Leider komme ich nicht als Spender in Frage, trage dafür
    aber schon seit Jahren einen Organspendeausweis mit mir.
    Liebe Grüße, Kerstin

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  9. Hallo Miriam,
    schön dass du darüber schreibst! Ich habe mich in der Schweiz auch mal informiert aber ich komme nicht in Frage wegen Krebsleider innerhalb der Familie.
    Nur durch so Inputs werden wir Menschen wachgerüttelt und wenn sich nur einer informiert ist es schon gut.
    Liebe Grüsse Nicole

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  10. Hallo Miriam, ich kann nur sagen, dass man es sich nicht zu lange überlegen sollte. Früher habe ich es vor mir hergeschoben, heute bin ich als Spender nicht mehr zugelassen. Das bedauere ich das sehr und kann nur empfehlen, sofort zu handeln!
    LG Anne

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  11. Liebe Miriam,
    ich finde es auch klasse, dass du diesen Beitrag geschrieben hast. Ich bin auch bereits seit einigen Jahren registriert. Erst heute habe ich für die DKMS eine erneute Butabgabe zur genaueren Typisierung abgegeben...
    Hab noch eine schöne restliche Woche.
    Liebe Grüße
    Fanny

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  12. super, dass du darüber schreibst!

    liebe Grüße

    Maria

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  13. Hallo Miri,
    schön noch einmal an das Thema heranzuführen!! Kann eigentlich nicht oft gnug passieren! Menschen machen sich oft erst Gedanken darüber wenn sie oder ihr Umfeld betroffen sind....
    Ich bin bereits regestriert und trage auch einen Organspendeausweis bei mir. Seit mich mal mein Arzt auf meine Blutgruppe angesprochen hatte ( es gab nur eine weitere Person in der Praxis mit dieser Blutgruppe ) gehe ich auch Blutspenden wenn es möglich ist. Die Nadeln sind immer etwas unangenehm aber für jemand anderes kann es sooo wichtig sein....
    Lieben Gruß
    Danii

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  14. Hi! erst gestern habe ich mich typisieren lassen.. ein kleines Mädchen aus dem Kindergarten meiner Tochter ist an Blutkrebs erkrankt...sie ist nicht mal fünf Jahre alt. eine ganz große Aktion wurde in Erftstadt deswegen veranstaltet. Die Menschenmassen die gekommen sind um sich typisieren zu lassen, die vielen Helfer haben mich sehr berührt. Wie sehr würde ich mich freuen ,wenn ein Spender gefunden wäre! wie sehr würde ich mich freuen, wenn ich irgendwo, irgendwann passen würde... Du kannst nur das Richtige tun! Viel Erfolg! Monika

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  15. Liebe Miriam, nur Mut... es tut nicht weh... und was können wir größeres im Leben tun als zu helfen... eine große Geste einfach!!!
    Wie groß die Not der betroffenen ist, habe ich erlebt als ich mich habe damals zur Typisierung entschieden habe, da ging es um einen Arbeitskollegen... leider wurde für ihn kein passender Spender gefunden und er ist einige Zeit später verstorben... je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto höher die Chance... ich finde deinen Post toll, du machst aufmerksam und der ein oder andere Leser wird ins Grübeln kommen und den entscheidenden Schritt gehen...
    ♥-liche Grüße das Trümmerlöttchen

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  16. Schön das Du dieses Thema aufgreifst ...ich habe mich schon vor einigen Jahren typisieren lassen . Ich finde auch das es wirklich nur ein kleiner Aufwand ist, aber eventuell eine große Wirkung hat .
    Ich hoffe es regt viele Menschen an , sich auch typisieren zu lassen.
    Liebe Grüße
    Antje

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❀ Schön, dass Du da warst. ❀

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