Was ist wirklich wichtig?

Hallo Ihr Lieben,
schon lange stell ich mir die Frage, ob Beruf und Familie wirklich zusammen passt. Manchmal fühlt man sich in eine Rolle gepresst und man macht sich einfach nur Gedanken, ob man beides unter einen Hut bekommt. Klappt das wirklich? Kann man sich das leisten? Was ist dann mit der beruflichen Karriere, die man sich aufgebaut hat? Kommt man an seine Position zurück? Was ist wirklich wichtig im Leben? Leb ich für meinen Job? Leb ich für mich? Man fühlt sich in diese Rolle gedrängt. Aber sollte man sein Leben nicht geniessen? Es so gestalten, wie man möchte? Ohne Existenzängste? Fällt man nicht immer wieder auf die Füsse, wie Katzen?
 
 
 


 
Muss man sich dann einschränken mit einer eigenen Familie? Ist man zu zweit nicht ausreichend? Wie verändert sich die Zweisamkeit dann? Geht die verloren und taucht erst nach 20 Jahren wieder auf? Welche Opfer bringt man dafür? Und ist es das wirklich wert?


 

Ich finde es oft erschreckend, wenn ich mich dabei ertrappe, wie ich wirklich darüber nachdenke. Der Job kann doch nicht mein Leben sein, auch wenn er den größten Teil meines Lebens für sich beansprucht und verzerrt. Ich bewundere die Menschen, die ohne Zwang und ohne nachzudenken Entscheidungen treffen... sich bewusst entscheiden... für Familie.


 
 

 
Ich bin immer getrieben von einer Angst, die einfach da ist und sich nicht gänzlich vertreiben lässt. Sie ist immer da. Mal mehr und mal weniger. Es ist mein Leben... aber ist es das wirklich? Mein Kopf fühlt sich fremd gesteuert an. Fehlt mir ein Gen? Wo ist es? Wo kann ich es finden? Bin ich für die Zweisamkeit vorgesehen? Und nur dafür? Was hält mich im Kern zusammen? Für wen oder was lebe ich?
 
 



 
An wen gebe ich mein Wissen, meine Erfahrung und meine Geschichte weiter?


 
 
Kann ich auf all das, was "Familie" ausmacht wirklich verzichten? Bereichert mich ein Baby? Wie groß wird der Verzicht wirklich sein? Bin ich egoistisch? Wovor hab ich tatsächlich Angst? Vor mir? Vor dem was kommt? Vor dem Unbekannten? Vor was? Das sich mein Leben verändert? Hab ich Angst vor Veränderung?


 
 
Ich habe in letzter Zeit oft das Gefühl, das irgendwas fehlt... das ich nicht komplett bin. Aber ich bin mir nicht sicher, was es ist? Ist es ein Kind? Ein kleiner Mensch? Oder ist es einfach ein Leben? Ein Leben ohne Zwang? In dem ich tun und lassen kann, was ich möchte?
 
 
 


 
Ein anderer Job? Ein eigener Laden? Da brennt diese Sehnsucht in mir... es zu versuchen. Aber ich bin nicht alleine und ich bin nicht mehr frei. Es gibt Verpflichtungen, die man eingegangen ist. Ein Haus... Ich kann nicht einfach die Koffer packen und mich treiben lassen. Ich kann das nicht. Mein Kopf hält mich zurück. Aber warum? Warum tut er das? Ich möchte frei sein. Mein Leben genießen.



 
Aber man hat sich einen gewissen Lebensstandard erarbeitet. Und kann ich darauf wirklich verzichten? Einfach zu kaufen wonach mir ist. Nicht zu überlegen, ob ich das Geld jetzt dafür tatsächlich habe. Es ist auf eine Weise auch eine gewisse Freiheit die ich genieße. Aber eine andere.
 


 
Ich finde es so bewundernswert, wenn man einfach seinem Herz folgen kann. Ohne auf den Kopf zu hören. Ihn links liegen zu lassen. Zu wissen das es das Richtige ist. Mir fehlt das. Mein Herz empfindet mittlerweile anders und möchte gerne den Weg beschreiten und doch ist da dieser Kopf, der sich stur stellt und einen Keil durch mein Herz treibt.
 

 
 
Wie kann man diesen Teufelskreis durchbrechen? Wir leben alle nur dieses eine Leben und es ist begrenzt. Warum kann ich nicht tun wonach mein Herz sich sehnt... sich verzerrt? Warum bin ich gefangen? In einem Leben aus Existenzängsten. Woran zweifle ich? An mir? An das was da kommt? Das was ich jetzt noch nicht kenne? Wird es so schlimm sein?


 

So viele Menschen da draußen entscheiden sich immer später für eine Familie? Bewusst? Woran liegt das? Manche entscheiden sich nie dafür und bleiben zu zweit oder gar ganz alleine.


 

Ich bewundere meine Mutschi so sehr, dass sie sich so früh für meine Schwester und mich entschieden hat. Sie war und ist immer da und sie hat es geschafft. Sicherlich war das Leben nicht immer in Sonnenschein getaucht, aber das muss es auch nicht, denn das macht es so unendlich spannend und lebenswert. Sie hat mir gezeigt, dass es geht, aber was hat dazu geführt, dass ich mich heute mit 34 immer noch nicht sicher bin, ob es mein Weg ist. Ich bin so unendlich stolz darauf eine junge Mutter zu haben. Die im Denken immer noch in meiner Welt ist. Aber vielleicht ist es auch das was mich abhält... Ich bin jetzt Mitte 30 und werde wohl nicht so eine junge Mutti sein. Vielleicht werde ich meine Kinder nicht verstehen, wenn wir zu weit im Alter auseinander sind. Vielleicht bin ich eine ganz schreckliche Mutti. Ich weiß das klingt bescheuert, denn das alles hängt ganz allein von mir ab, wie ich bin und wie ich werde. Ich kann das steuern und leben... aber das was ich sehe und wahrnehme macht mir Angst. Meine Eltern sind jung und die Eltern vom Küchenchef sind erst sehr spät Eltern geworden. Dieser Unterschied ist für mich so bezeichnend, so beängstigend...




Gibt es den richtigen... den perfekten Zeitpunkt für die ENTSCHEIDUNG?
 
Gibt es ein besser? Sollte man früh Mutter werden und dann Karriere machen? Oder sollte man zuerst Karriere machen und sich einen gewissen Status erarbeiten und dann die Familienzeit genießen? Ich weiß es nicht und ich werde es auch nicht rausfinden. :) Denn es ist nur eins möglich. Wenn überhaupt.


 
 
Ich möchte unabhängig sein und meinen eigenen Weg gehen können. Ist es das was mir Angst macht. Abhängigkeit? Ich möchte stets auf meinen eigenen Beinen stehen. Mir meine Wünsche aus eigener Kraft erfüllen können.

 
Ich bin hin und her gerissen und ich wünsche mir, dass mein Herz meinen Kopf besiegt.

Am Ende wird das Schicksal entscheiden. Der für mich bestimmte Weg, den ich nicht kenne.




Ich bin gespannt auf das, was die Zukunft für mich bereit hält,

Kommentare:

  1. Ach, liebe Miriam, was treibt dich da bloß um?
    So viele Gedanken, so viele Fragen, so viele Ängste und Befürchtungen und keiner, der dir auch nur eine Antwort geben kann.
    Wohl jede(r) von uns macht sich dann und wann solche Gedanken und die meisten landen dann genau wie du wieder am Fuße des Fragenbergs ...
    Heute abend werden meine Gedanken sicher das ein oder andere Mal zu deinem Post zurückwandern, aber Antworten, die habe ich auch nicht für dich.
    Aber es hat sicher gutgetan, die Gedanken in Worte zu fassen, nicht wahr?
    Danke, dass du mir ein Stück weit die Tür geöffnet und mich teilhaben lassen hast ... alles Liebe, Frauke

    AntwortenLöschen
  2. Hallo liebe Miriam!
    Was für ein nachdenklicher Post...diese Fragen habe ich mir irgendwie nie gestellt...nie stellen müssen. Ich hatte soviel Glück, alles ist seinen Weg gegangen, so wie ich es mir vorgestellt habe. Alles ein bisschen später, als ich mir mit 20 Jahren gedacht habe, aber das Heiraten, das Haus kaufen, 2 Kinder (ein Junge, ein Mädchen), alles ist einfach so mehr oder weniger geplant gekommen. Ich schließ mich der Frauke an... ich kann dich gut verstehen, dass du deinen Gedanken freuen Lauf gelassen hast. Das tut gut, nicht wahr?
    Ich glaube an die Vorbestimmung, alles ist irgendwie für einen geplant und so wird's bestimmt auch passieren..... da glauch ich wirklich fest dran. Irgendwann wird deine Antwort kommen, glaub mir. Irgendwann winkt das Schicksal dir zu und es passiert, was passieren soll....
    Hab noch einen schönen Abend
    Ulli

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Miriam, sehr ehrliche Worte. Sehr mutige Worte.
    Ich wünsche dir, dass das Richtige passiert, wenn es passiert.
    Ich bin in der gleichen Lebenssituation wie du (Alter, Beruf, Haus, Mann, keine Kinder). Und möchte es momentan für immer so beibehalten - einfach weil ich "egoistisch" bin und mein Leben nicht aufgeben möchte.
    Lass es doch einfach auf dich zukommen.
    Denn: Es ist wie es ist und so wie es ist, ist es gut.

    Greetings & Love
    Ines

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Miriam,
    ich wette dein Alter endet mit einer acht oder neun! Das hört sich nach Midlifecrisis an. Die kommt nämlich nicht erst mit 50 oder so. Pass gut auf dich auf, hör auf deinen Bauch. Er meldet sich zur richtigen Zeit, du musst nur genau hinhören. Ich habe mit 27 das erste Kind bekommen. Ungeplant aber es war nun mal so. Damals ein Alptraum! Heute mit 42 bereue ich keine Minute und ich würde meine Karriere jederzeit wieder beenden. Meine Kinder sind mein ein und alles und die zweite Karriere begann halt erst mit 40. Immer noch jung genug um neu durch zu starten. Mir wurde die Entscheidung von der Laune der Natur abgenommen. Übrigens, schau dir bitte deine Bilder mal in Ruhe an. Bilder sagen mehr als Worte und aus einem deiner Bilder kann man unheimlich viel heraus lesen. Nimm mir meinen Kommentar nicht übel. Er soll dich nicht kritiseren. Ich wünsche dir einfach das Beste für die Zukunft.

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Miriam,
    es kommt wie's kommt sagt man immer, man muss sich nur auf das Leben einlassen. Wahrscheinlich meint man damit das Herz entscheiden zu lassen und nicht immer nur Materiell vorsorgen. Aber das kann unendlich schwer sein und ich verstehe Dich total. Mir wurde die Entscheidung abgenommen, der kleine Mann war da und eins fügte sich zum Anderen und ich habe es nie bereut. Ich könnte weiter die Karriereleiter hoch, aber zu welchem Preis? Ich war gerne den ganzen Tag zu Hause und ich habe auch gerne wieder zu arbeiten angefangen. Nun sind es 25 Stunden und es passt! Aber da muss jeder seinen Weg finden und Du wirst das auch, ich bin mir sicher!
    GLG zu Dir
    Manu

    AntwortenLöschen
  6. Hallo liebe Miriam,

    ich habe deinen Post gerade ganz aufmerksam gelesen. Folge deinem Herz - frag dich, was schlimmstenfalls passieren kann. Das schrumpft die Angst. Bei mir jedenfalls. Ich habe mein erstes Kind mit 20 bekommen. Das zweite mit 22. Und habe es nie bereut. Das dritte kam dann mit 34 und das letzte mit 36. Ich bin ein absoluter Familienmensch und würde um nichts in der Welt tauschen wollen. Arbeiten gehe ich auch. 20 Stunden in der Woche. Gut die Großen sind fast raus aber alles in allem ist es viel was zu machen ist. Wenn du frei sein willst, wenn du tun und lassen willst was und wann du es willst, dann schaff dir keine Kinder an. Denn das ist das Einzige worum ich kinderlose Menschen beneide. Am Wochenende morgens einfach liegen bleiben. Sich den Tag nach seinen Terminen und Wünschen zu gestalten - und zwar nur nach seinen usw. Doch eins gebe ich zu bedenken. Nichts kann dir geben, was ein Kind dir geben kann: Bedingungslose Liebe! Und das ist so rührend und überweltigend, dass du von einem anderen Menschen so geliebt wirst ohne vorher was dafür getan zu haben, einfach nur weil du die Mama bist...

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hast Du so schön geschrieben Doreen!
      Da sind mir jetzt doch glatt die Tränen gekommen.
      Ich kann mich Dir nur anschließen was kinderlose Menschen angeht. In manchen Dingen sind sie in manchen Situationen zu beneiden, aber auch nur in manchen, denn die bedingungslose Liebe für sein Kind und von seinem Kind ist durch nichts zu ersetzen.

      Löschen
  7. Liebe Miriam,
    was für ein ungewohnter Post, wo es sonst immer heiter und lustig zugeht :) Aber schön dass du es hier teilst...
    Ich schließe mich den andern an, darauf kann man keine richtige Antwort geben. Aber es passt so
    wie es werden wird, da bin ich mir auch sicher. Es gibt kein richtig oder falsch, ob man nun kinderlos
    bleibt oder ob eine Frau fünf Kinder bekommt. Die einen haben den Stempel "Emanzipierte Egoistin",
    die kinderreichen Familien werden schon mal als assiozial bezeichnet, die dazwischen (Mutter-Vater-zwei Kinder)
    sind allgemein spießig. :))
    Aufs und Abs gibts bei allen Varianten, ich habe nur mal gelesen, dass mit Kindern die Hochs höher und die Tiefs tiefer sind und das kann ich nur unterstreichen.
    Das Glück ist auf jeden Fall intensiver, es ist aber auch niederschmetternder wenn es nicht so läuft, dazu die Sorgen....

    Ich kenne eine Frau, die in der gleichen Situation war wie du (und ich hätte wetten können, dass sie keine Kinder
    mehr bekommen will), nun ist der kleine Mann 1 Jahr alt und alles ist gut. Es wird bei dem einen Kind bleiben, dass
    kommt nun bald in die Krippe, die Mami geht wieder zur Arbeit (natürlich nicht die alte Position, sondern nur der
    "einfache" Job) und sie haben ihre Freude an dem kleinen und sind stolz.. Sie waren auch schon öfters im Urlaub mit dem Kleinen, auch mit dem Flugzeug, ist alles drin. Aber klar, die Unabhängigkeit ist erst mal weg.
    Ich persönlich wollte immer Familie haben, obwohl ich meine Kinder nicht als meinen einzigen Lebensinhalt sehe.
    Und manchmal denke ich auch, wäre schön wenn mein Partner und ich nur für uns wären, unabhängig und frei :)
    Doch jetzt freue mich, dass die Kinder da sind und auf unsere weitere gemeinsame Zukunft!
    Es ist spannend zu sehen, wie sie sich entwickeln und was sie für Menschen werden.
    Alles Liebe für dich,
    Marli

    AntwortenLöschen
  8. mhhhhhh SCHNACKERLE...
    jetzt pass mol auf,,,,,
    i bin gaaaanz jung MAMA gworden,,,, mit 19
    ungeplant,,,,, danoch glei no eins... i fand des toll jung MAMA
    zu sein,,,
    mei MAMA war ah jung,,,, und hot ah altmodische EINSTELLUNG
    ghabt,,, ziemlich streng und soooooo
    also kummts glab i gar nit soo drauf an,, wia alt ma is,,,
    bin dann mit 30 NOMAL MAMA gworden.....
    fand des ah gaaaanz toll.... gscheiter.....und bewuster....
    da fallt ma grod wos ein.....
    ah FREINDINN von mir hat damals.. als i so 37 WAR
    und meine damals.... 18 16 und 7 waren,,,,
    und sie des erste mol schwanger war,,,
    übrigens hot sie drei hintereinander griagt,,,
    als i zu ihr gsogt hob,,, das meine bald aus
    den gröbsten raus san
    und i halt wenn meine groß san wieder
    freier bin
    und sie jetzt erst anfangt,,,,

    hat sie gmeint,,, ja des stimmt...
    aber davor hat sie sich keine GEDANKEN macha miassen
    um VERANTWORTUNG;;; um GEDANKEN um ERZIEHUNG
    usw,,,,,, aber i mach ma ah wenn de KINDER groaß san immer
    no GEDANKEN drum wos meine KINDER angeht,,,,
    und des stimmt... heit san meine KINDER
    30 28 und 20::::und i mach ma GEDANKEN seit,,, 30 jahr
    und die andere seit 13 JAHR;;;;;gggggg
    also hot sie 17 JAHR:::::FREIE JAHRE GHABT:::
    wenn verstehst wos i muan,,,,
    i glab das bald ah kloans WURMAL bei EICH sein wird,,
    alsooo i gfrei mi drauf,,,,,,,
    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Miriam,
    Vielen Dank für deine Gedanken.
    Jetzt weiß ich, ich bin mit meinem Gedanken nicht alleine...deinen Blogeintrag hätte ich fast genauso schreiben können. Und das ich mit meinen Gedanken nicht alleine bin, fühlt sich für mich schon mal sehr gut an.
    Um mich herum sind nur noch Mamis, die mir sagen wie toll es ist Mama zu sein...keine Frage, ich glaube ihnen...aber auf der anderen Seite, versteht mich leider keiner von diesen Mamis...ich kann mit keiner der Freundinnen meine Ängste und Gedanken teilen, weil keiner mich versteht oder verstehen will...Umso schöner finde ich es, jetzt zu lesen, das es mir nicht allein so geht. Aus meiner Sicht, vielen Dank für deinen nachdenklichen Blogeintrag!
    Egal wie wir uns alle im Leben entscheiden, ich finde, es ist wichtig sich selbst treu zu bleiben.
    Liebe Grüße
    Fröken Su


    AntwortenLöschen
  10. Hallo liebe Miriam,
    ja ich glaube an dem Punkt wo Du nun stehst hat jeder einmal gestanden...wenn er die Wahl hatte. Ich kann dich verstehen aber ich denke die Fragen an sich könnt nur ihr beiden beantworten.
    Ganz so unabhängig bist du ja nun auch nicht mehr denn den Küchenchef hast du ja schonmal in dein Leben gelassen.
    Was sagt er zu Deinen Fragen, Wünschen, Träumen, Ängsten ?
    Träumt er da gleich ? Hat er andere Prioritäten ?
    Klar für die Männer ändert sich nicht arg soviel wenn aus 2 Leuten eine Familie wird. Und klar kommt es auch in der ersten Zeit zu Abhängigkeiten das sollte keiner klein reden. Aber diese Art der Abhängigkeit geht man gerne ein wenn einem der Weg richtig erscheint.
    Meine Tochter bekam ich mit 26 meinen Sohn mit 28. Die beiden sind nun 18 und 16 und ich gerade mal 44 und ich fühle mich weder als Mutter zu alt noch zu alt um jetzt mein Leben nochmal selber in die Hand zu nehmen.
    Aber wie gesagt die Entscheidung kann dir niemand nehmen ob etwas fehlt, was fehlt, wovor du Angst hast. Das sind Dinge die jeder ganz alleine für sich entscheiden muss.
    Und ja ich bin ganz ehrlich ich denke viele Ehepaare bleiben heute kinderlos weil ihnen ihr Lebensstandart und ihre Arbeit wichtiger geworden sind wie ein Familienalltag. Ich befürchte nur auf lange Sicht gesehen das ihr Leben weniger Lebenswert wird wenn sie mal nach der Rente revuepassieren und sich fragen was das Leben noch an Reichtümern bereit gehalten hätte wären sie nicht alleine geblieben.
    Es ist Dein Leben und es möchte von DIR gelebt werden. Mach das aus deinem Leben was Dir wichtig erscheint aber hadere auch nicht damit wenn Du eines Tages reflektieren musst.

    Fühl dich gedrückt.

    Ganz liebe Grüße

    Anja und Anhang

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Miriam,
    zum Glück können wir selbst entscheiden, ob wir Kinder haben möchten oder nicht.Für mich war es nie eine Frage und ich habe
    zwei tolle Kinder,die jetzt gerade erwachsen sind. Ich habe mich die ganzen Jahre sehr um meine Familie gekümmert und
    es ist schön,heute das Ergebnis zu sehen. Aber ich habe auch oftmals meine Schwester beneidet, die ungewollt kinderlos ist.
    Sie konnte mit ihrem Mann viele schöne Reisen unternehmen und ihr blieben so manche Sorgen erspart. Dafür aber auch viele,
    viele glückliche Momente.Ihr fehlt bis heute etwas im Leben.
    Frage dich, ob du aus ganzem Herzen ein KInd möchtest. Dann bist du auch bereit, Opfer dafür zu bringen.
    Du wirst die richtige Entscheidung treffen.
    GlG

    Monika

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Miriam;
    deine Zeilen haben mich ein Stück weit in meine eigene Vergangenheit getrieben ... ich habe mein erstes Kind sehr gewollt und mehr oder weniger geplant bekommen; das Zweite kam dann sehr ungeplant (aber letzten endes nicht ungewollt) aber in einer Lebensphase in der man eigentlich kein Kind "gebrauchen" kann. Somit kenne ich beides: die bewusste Entscheidung zu der Lebensveränderung und das Schicksal welches mir ein Kind schenkte! Ich habe damals ähnlich viele Zweifel gehabt, diese Kind zu bekommen, aber es niemals bereut, auch wenn viele Schwierigkeiten und wenig Geld vorhanden waren. Zudem hat mich das Leben zu einer anderen Zeit an einen Punkt gebracht meine Wertigkeiten verändern zu müssen - eben nicht mehr immer schneller, weiter und materieller zu denken. Kein leichter Weg - aber ich Nachgang genau der richtige Weg (für mich)! Ich habe mich damals bewusst entschieden meinen Job (und die dazugehörige "Unachtsamkeit" mit dem Geld) aufzugeben. Habe vor meinem Kleiderschrank gestanden und festgestellt, dass eigentlich alles vorhanden ist ;) Und seither lebe ich intensiver in meiner eigenen Wertigkeit. Was ich dir mit diesen Auszügen aus meinem Leben sagen will: egal wie es kommt-man wird immer wieder auf die Füße fallen - auch mit sich selbst und der eigenen Zufriedenheit. Ein Kind bedeutet nicht nur Einschränkung, ein Kind erweitert die eigene Sehensweise, lässt einen staunen und verzaubert! Gerne würde ich dir deine Ängste nehmen wollen, aber die Entscheidung dafür oder dagegen wirst nur DU allein treffen können. Ich kann dir nur sagen: es geht immer wieder vorwärts, manchmal eben nur mit anderen Prioritäten :)
    Sehr offene, sehr zarte Einblicke in dein Inneres hast du geschenkt und ich wünsche dir, dass du deine Zweifel verlieren kannst und du DEINEN Weg finden magst!
    Alles Liebe dafür!
    LG Lilli

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Miriam,
    ich habe größten Respekt davor, dass du dieses Thema mit uns teilst. Auch bei mir im Umkreis wird fleißig geheiratet und Kinder bekommen und so langsam macht man sich Gedanken, wenn es bei einem so weit sein soll... Allerdings möchte Frau im Beruf ja auch voran kommen. Das sind keine leichten Entscheidungen, welche speziell wir Frauen treffen müssen.
    Nimm dir Zeit, die Antwort kommt schon irgendwann oder zumindest ein Gefühl und bei solchen Themen ist es gut auf Bauch und Herz zu hören.
    Liebe Grüße
    Fanny

    AntwortenLöschen
  14. Liebe Miriam,
    ich habe mich so lange nicht mehr gemeldet, obwohl ich sehr oft mitgelesen habe. Dieser Post hat auch mich selbst sehr bewegt, weil ich sehr viele dieser Dinge selbst schon einmal gedacht und durchdacht habe. Früher war ich völlig unabhängig und habe meine Leben gelebt, genau wie ich es wollte. Heute (sehr viele Jahre später) bin ich manchmal etwas traurig, dass ich keine Kinder habe. Aber es sind nur kurze Momente und es tut sich dabei zum Glück kein schwarzes Loch auf. Mein Spruch früher war immer, 'Wenn Kind, dann richtig und voll bewusst' aber an meiner Nichte sehe ich, es ist irgendwie Quatsch, denn meist kommt es anders. Sie war voll auf Karriere eingestellt und hat mit 32 Jahren ihren Sohn bekommen (nicht geplant). Am Anfang kam sie mit der Situation nicht so gut zurecht. Heute ist sie z.B. Mutter pur und genießt es und lebt es, ohne das sie ein Gefühl von Abhängigkeit empfindet, obwohl diese existiert. Viele hier haben geschrieben, es kommt, wie es kommen muss - ich denke sehr ähnlich. Ich finde deine Offenheit wirklich toll und mag so etwas ja sehr, doch am Ende ist es dein Leben und eine Entscheidung die Du allein und/oder mit deinem Küchenchef treffen solltest. Leider gibt es kein Patentrezept oder eine Garantie auf das Leben. Aber ich bin mir ganz sicher, dass Du deinen Weg finden wirst und vielleicht sogar eines Tages über diese Sätze schmunzeln wirst.

    Viele liebe Grüße, Lill

    AntwortenLöschen

❀ Schön, dass Du da warst. ❀

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...